Veröffentlicht am

So war der Töp­fer­markt in Bür­gel 2019

Eben habe ich mei­ne Bil­der vom Markt in Bürgel/ Thü­rin­gen 2019 raus­ge­sucht ich glau­be, dass

ich seit 10 Jah­ren dort auf dem Töp­fer­markt bin.

Es kom­men jähr­lich vie­le tau­sen­de Besu­cher von nah und von fern.

Mit unge­fähr 90 Aus­stel­lern fin­det er immer im Juni von Frei­tag bis Sonn­tag statt.

Da fah­re ich frühs von zu Hau­se los und habe bis ca. 12.00 Uhr Zeit für den Auf­bau mei­nes Marktstandes.

An die­sem Haus fah­re ich immer vor­bei. Irgend­wann habe ich die­ses Bild gemacht. Ich fin­de, das Haus ist einzigartig.

Die Töp­fer kom­men aus ganz Deutsch­land und von noch wei­ter her.

Da fin­den Sie alles.…von Irden­wa­re bis Stein­zeug und Salz­gla­sier­ten oder Braunware.

Vom tra­di­tio­nel­len Werk­stät­ten die in Blau/Weiß arbei­ten bis zum bunt gemus­ter­ten Gla­su­ren und und und.…..

Zum Bei­spiel fin­det man dort den Töp­fer aus der Tsche­cho­slo­wa­kei , der sich ganz auf Raku spe­zia­li­siert hat.

Er führt die­se Tech­nik mit einem extra ange­heit­zten Brenn­ofen auf dem Markt sogar vor.  Er macht gro­ße Vasen oder auch Schmuck in der Brenn­tech­nik. Sie müs­sen nur nach einer Trau­be Men­schen Aus­schau hal­ten. Da ist dann der Künst­ler am Vorführen.

Oder der  Töp­fer aus Hol­land mit sei­nen vie­len, schö­nen Vogel­häu­sern. Die­se fin­det man bei ihm in allen Grö­ßen und Varia­tio­nen. Da ist dann jedes Teil ein wirk­li­ches Einzelstück.

Neben mir in Bür­gel, steht Dag­mar - eine Kera­mik­ge­stal­te­rin aus Jena, die mit feins­tem Por­zel­an arbei­tet. Die­ses her­zu­stel­len braucht eine beson­de­re Aus­bil­dung. Sie arbei­tet  mit einer zar­ten, grü­nen Deko­ra­ti­on und ihr Geschirr ist fast durchscheinend.

Das ist übri­gens Julia aus Ungarn. Sie stand im letz­ten Jahr mit ihrem Stand auf mei­ner Stras­sen­sei­te. Die bun­ten Flö­ten - Oka­ri­nas zie­hen nicht nur Kin­der an.

In der Bür­ge­l­er Schu­le ( auf dem Gelän­de)  fin­det  jedes Jahr ein Wett­be­werb mit einer Aus­schrei­bung für ein bestimm­tes The­ma statt.

Unter ande­rem gab es schon mal die “Tee­kan­ne” oder auch das  “Tablett” um nur eini­ge zu nen­nen. Es ist immer span­nend, was da an unter­schied­li­chen Ideen prä­sen­tiert wird.

Am Sams­tag kom­men dann immer die Prin­zes­sin­nen und lau­fen über dem Markt und wer­den bestaunt. Eine schö­ner als die andere!

Auf dem Bild war ich gera­de schnell mal unter­wegs um mir etwas zum essen zu holen - der Schnapp­schuss mit den hüp­schen Prin­zes­sin­nen bleibt mir in Erinnerung.

Sie kön­nen einen gan­zen Tag in Bür­gel blei­ben - soviel gibt es da zu sehen und natür­lich auch zu ver­zeh­ren. Ange­fan­gen vom Rost­brätl bis zum sel­ber geba­cken Kuchen, Flamm­ku­chen und Fischbrötchen.

Ganz wich­tig die rote Kaf­fee­kis­te mit (für mich) dem bes­ten Kaf­fee - ist auch da. (Der wird da noch per Hand gemacht und  schmeckt sooo gut)

Auf die­sem Markt bekom­me ich jedes Jahr Besuch von einer älte­ren Dame. Von ihr bekom­me ich immer eine fein duf­ten­de Apo­the­ker Rose und ein luf­ti­ges Gebäck geschenkt. Da ist ein spe­zi­el­les Thü­rin­ger Rezept und schmeckt lecker.

Irgend­wann hat mir die Kun­din von ihrem Vier­sei­ten Hof erzählt und was sie für Freu­de mit den duf­ten­den Rosen in Ihrem Gar­ten hat. Die­se Rose ist eine his­to­ri­sche Sor­te, durch den aus­strö­men­den Duft auch sehr begehrt.

Die Freu­de ist dann  auf bei­den Sei­ten groß, denn von mir bekommt die Dame auch  ein klei­nes Dankeschön.

Und dann habe ich eine Kun­din die mich jedes mal fragt, ob ich sie noch erkenne.

Das hat auch eine beson­de­re Bewandnis.

Die Tas­se “Gute Lau­ne” die ich im Stan­dard Sor­ti­ment habe - hieß frü­her “Fau­len­zer”.

Irgend­wie habe ich  gedacht, dass ich bei einer guten Tas­se Tee oder Kaf­fee die Zeit ver­trö­deln kann und bisl vor mich hin träumen.….natürlich mit einer schö­nen Tassenform.….deshalb Faulenzer.

Naja aber irgend­wann als ich die Pro­duk­te in mei­ne Home­page gestellt habe - soll­te sie einen ande­ren Namen bekommen.

Als ich so sin­niert habe und über­legt wel­cher Name wohl pas­send ist - hat die­se Dame vor­ge­schla­gen sie in “Gute Lau­ne” Tas­se umzubenennen.

Die­se Tas­sen­form hat­te sie das Jahr davor gekauft und seit dem freut sie sich auf den Thü­rin­ger Töp­fer­markt und auf mich.

Wenn die drei Tage um sind bin ich ziem­lich ko aber glück­lich und  vol­ler Eindrücke.

So das war es in Kür­ze, schö­ne Grü­ße Ihre Töpfermeisterin